Spendenaufruf - Flutkatastrophe Nepal
Hallo liebe Nepalfreunde,
wieder einmal ist Nepal Opfer einer Naturkatastrophe in unvorstellbarem Ausmaß geworden. Wie man jetzt weiß, brach an der Flanke des 7.227 Meter hohen Langtang Lirung in rund 5.000 Metern Höhe ein riesiges Felspaket ab. Auf diesem Gestein saß ein großer Teil eines Gletschers, der durch den Sturz mitgerissen wurde. Diese kombinierte Eis- und Felslawine stürzte fast vertikal über tausend Meter in die Tiefe. Der Aufschlag am Boden war so gewaltig, dass seismologische Stationen das Ereignis zunächst für ein Erdbeben der Stärke 4,4 bis 5,2 hielten. Die herabstürzenden Geröll- und Eismassen blockierten kurzzeitig den Fluss Lhende Khola im engen Tal und bildeten einen instabilen, natürlichen Damm.
Als dieser temporäre Schutzdamm dem rasant steigenden Wasserdruck nachgab, raste eine gigantische Schlamm- und Geröllwelle mit Geschwindigkeiten von bis zu 190 km/h die steile Schlucht Richtung hinunter und drückte dabei eine massive Luftwand vor sich her. Freunde aus höher gelegenen Ortschaften auf nepalesischer Seite berichteten mir, dass diese Gischtwand aus pulverisiertem Eis, Wasser und Felsstaub, mehrere hundert Meter hoch war. Nach nicht einmal sieben Minuten erreichte diese Flutwelle die tibetisch-nepalesische Grenze.
Flüsse wie der Bhote Koshi schwollen innerhalb von 30 Minuten um bis zu zehn Meter an und rissen Brücken und Wasserkraftwerke mit sich. Dörfer in Grenznähe wie Rasuwaghadi oder Timure wurden entweder stark zerstört oder komplett weggerissen. Auch das Dorf Syabr Bensi, welches vielen der ehemaligen Teilnehmer als Ausgangspunkt für den Langtang Trek sicherlich noch in Erinnerung ist, erlitt ein ähnliches Schicksal wie das Dorf Langtang während des Erdbebens von 2015: Mehr als 75 Prozent der Dorfbevölkerung werden vermisst. Bei den meisten von ihnen muss man davon ausgehen, dass sie nicht überlebt haben. Die Sturzflut hat alle Häuser auf beiden Seiten der Hauptstraße weggespült. Das ist absolut unfassbar. Darunter auch die Namaste Lodge meiner Freunde Chheten und Sonam. Sonam war zum Zeiztpunkt des Unglücks in Frankreich. Für seine Frau Chheten besteht keine Hoffnung, dass sie dieses Unglück überlebt hat. Auch von Suman, einem ehemaligen Guide und guten Freund von mir, fehlt noch jedes Lebenszeichen. Er hatte am Morgen des Unglücks zusammen mit 13 anderen Nepalesen und einer 40-köpfigen Pilgergruppe die Grenze von Tibet nach Nepal überschritten. Wie wir mittlerweile wissen, hat er um 08:24 Uhr morgens vom Immigration Office an der Grenze mit seiner Frau telefoniert und gesagt, dass sie in etwa 15 Minuten nach Nepal einreisen würden. Um 08:47 Uhr brach die Flutwelle über das Immigration Office herein. Ein Freund von mir hatte dir Möglichkeit mit einem der Rettungsteams vor Ort zu sprechen. Die meinen, dass keiner der zum Unglückszeitpunkt Anwesenden überlebt hat. Leider gilt das wohl auch für die Schwester von Tashi, den einige von euch als Guide auf einer Tour kennengelernt haben. Sie hatte nahe der Grenze in Timure eine kleine Lodge betrieben.
Aktuellen Zahlen zufolge haben bei diesem Unglück mehr als 1100 Menschen ihr Leben verloren. Da aber noch mehrere tausend Personen vermisst werden, wird sich die Zahl der Opfer vermutlich noch dramatisch erhöhen. Was in der Region passiert ist, ist so unglaublich, dass ich es kaum realisieren kann. Die Bilder und Videos der Zerstörungen sind jenseits jeglichen Vorstellungsvermögens und brechen mir das Herz. Ich nehme an, vielen von euch geht es nicht anders.
Viele der Menschen, die bislang lebend geborgen wurden und sich nun in Kathmandu befinden, besitzen nur die Kleider, die sie zum Zeitpunkt des Unglücks getragen haben. Alles andere wurde ihnen durch die Flut genommen. Zu befürchten ist auch, dass viele Kinder, die in Kathmandu zur Schule gehen, durch die Flutkatastrophe zu Vollwaisen geworden sind. In der Tat handelt es sich hier um eine Katastrophe, die in ihrem Ausmaß fast schon mit dem Erdbeben von 2015 vergleichbar ist.
In den nächsten Wochen werde ich mit Sicherheit von dutzenden privaten Schicksalen aus dem Freundeskreis erfahren. Um diesen Menschen helfen zu können, habe ich mich dazu entschlossen, erneut eine Spendensammlung ins Leben zu rufen. Wie schon bei der letzten Spendensammlung nach dem Erdbeben von 2015 werde ich die Spenden selektiv und nach vorheriger Überprüfung einsetzen. Jeder einzelne Euro der eingehenden Spenden wird die Betroffenen direkt erreichen. Dafür verbürge ich mich.
Spenden können unter dem Betreff „Flutopfer Nepal" auf mein Konto für das Hilfsprojekt überwiesen werden.
Hier die Bankdaten des Hilfsprojekts: Kurt Michel, BNP Paribas, IBAN: DE96760300800200682644
Da es sich um eine private Spendensammlung handelt, kann ich leider keine steuerlich absetzbaren Quittungen ausstellen.
Spenden ab 200 Euro können aber auch an das Hilfsprojekt COIN.EV gerichtet werden. Aufgrund ihres Status sind sie befähigt, Spendenbelege auszustellen. Die eingehenden Spenden werden dann von COIN an mich weitergeleitet. Für die Ausstellung des Spendenbelegs bitte Name und Anschrift im Betreff hinzufügen.
Hier die Bankdaten von COIN.EV: Vereinigte Raiffeisenbanken, IBAN: DE09763910000003094200
Lasst uns gemeinsam helfen, ein Zeichen der Menschlichkeit setzen und Hoffnung schenken, wo gerade Verzweiflung herrscht. Jeder Betrag zählt – ganz gleich, wie groß er ist. Und auch wenn ihr selbst nicht spenden könnt: Teilt diesen Aufruf und helft dabei, ihn weiterzutragen.
Spendet. Teilt. Helft. Für die Menschen in Nepal.
Viele Grüße und danke für eure Solidarität.
Eurer Kurt alias Maikel Dai
26 JAHRE NEPALTOUR.DE
NAMASTE UND WILLKOMMEN BEI DER ETWAS INDIVIDUELLEREN ART VON HIMALAYA-TREKKING
Einleitend sei gesagt, dass ich keinGroßreiseveranstalter bin, sondern die meisten der beschriebenen Touren selbst organisiere und teilweise auch begleite. Der Grundgedanke hinter meinen Touren ist es, euch die faszinierende Bergwelt des Himalaya, die einzigartige nepalesische Kultur und die freundlichen Menschen in den Bergdörfern näherzubringen. Gleichzeitig bietet sich die einmalige Gelegenheit, sich und das eigene Leben ein wenig zu „entschleunigen" und für eine gewisse Zeit ein anderes, einfacheres Leben fernab von westlichem Luxus und Komfort zu führen.
Die Touren richten sich an all jene, die schon immer davon geträumt haben, den Himalaya zu erleben, jedoch nicht als Teil einer organisierten Reisegruppe diverser Großveranstalter mit 15 oder mehr Teilnehmern. Diese Gruppen ziehen meist isoliert in Konvois durch die Berge und sind von der einheimischen Bevölkerung fast völlig abgeschnitten. Andererseits richten sie sich an Menschen, die es schätzen, mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein, um sich nach einem langen Trekkingtag austauschen zu können. Oder an Menschen, die Bedenken haben, in Kathmandu anzukommen und sich fragen: „Wo kann ich übernachten?", „Wie komme ich ins Trekkinggebiet?", „Welche Formalitäten muss ich beachten?" oder „Was, wenn ich unterwegs krank werde?"
Wenn ihr zu einer dieser Gruppen zählt, faszinierende Natur und Kultur erleben möchtet und ein wenig Abenteuerlust mitbringt, werden euch die folgenden Informationen sicher interessieren. Wenn ihr jedoch in eurem Urlaub Wert auf Komforttrekking, Luxushotels, klimatisierte VIP-Reisebusse und persönliche Betreuung rund um die Uhr legt, könnt ihr euch das Lesen der folgenden Seiten eigentlich sparen.
